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Základní uzly v Macramé

Grundlegende Knoten in Makramee

Barbora Soukupová|

Makramee von Null an: Grundknoten, die du kennen musst.
Tauche ein in die Welt des Makramee, wo gewöhnliche Fäden unter deinen Händen zu zauberhaften Mustern werden. Lerne die Grundlagen und entdecke die Geheimnisse, dank derer du einzigartige Dekorationen kreieren wirst.

In diesem Artikel werde ich dich durch die gängigsten Knoten führen, die die Grundlage jedes Makramee-Projekts bilden. Du wirst nicht nur lernen, wie man sie knüpft, sondern auch verstehen, wie sie zusammenwirken und wie daraus allmählich ein Ganzes entsteht.

Grundlegende Knoten sind wie feste Punkte, von denen alles abhängt. Sobald du sie verstehst und ihren Rhythmus beherrschst, wirst du erkennen, wie unter deinen Händen Muster entstehen, die ihren eigenen Charakter haben. 

1. Ankerstich (Lark’s Head Knot) 

Beschreibung: 

Dieser Knoten ist wie der erste Zauberspruch eines jeden Makramee-Künstlers – das Tor, durch das du in die Welt der Knoten eintrittst. Er dient dazu, eine Schnur fest und elegant an einem Ring, Ast oder Stab zu befestigen. Er ist einfach, aber birgt die Kraft des Anfangs – ohne ihn könnte kein Werk entstehen.

So geht’s:

Nimm die Schnur und falte sie in der Mitte, die entstandene Schlaufe legst du um den Stab oder Ring – das ist dein Ankerpunkt, das Energiezentrum. Dann ziehst du beide freien Enden durch die Schlaufe und ziehst sie sanft fest. Der Knoten zieht sich zusammen und sitzt an seinem Platz, bereit, alles zu halten, was du daran befestigst.

✨ Tipp aus dem Reich der Knoten:

Jeder Ankerstich ist wie der erste Schritt auf einer Reise – je sorgfältiger du ihn knüpfst, desto stabiler wird dein gesamtes Werk. Eile nicht… auch ein einfacher Knoten kann ein kleines Wunder sein.

 


2. Kreuzknoten (Square Knot)

Beschreibung:

Der Kreuzknoten ist einer der wichtigsten und am häufigsten verwendeten Knoten im Makramee. Er erzeugt ein festes, flaches und regelmäßiges Muster, das sauber und harmonisch wirkt. Es ist ein Knoten, auf dem viele Muster basieren – sobald du ihn beherrschst, eröffnen sich dir viele weitere Möglichkeiten.

So geht’s:

Es werden 4 Schnüre verwendet – die beiden mittleren bleiben gerade und bilden die Basis, während die beiden äußeren arbeiten.

Nimm zuerst die linke Schnur, kreuze sie über die mittleren und unter die rechte. Die rechte Schnur führst du dann unter den mittleren und ziehst sie durch die auf der linken Seite entstandene Schlaufe. Festziehen – das ist die erste Hälfte des Knotens.

Danach wiederhole den Vorgang von der entgegengesetzten Seite (rechts beginnt). Dadurch „schließt“ sich der Knoten und es entsteht eine feste quadratische Form.

Variationen:

  • Links-Rechts / Rechts-Links: der grundlegende Rhythmus des Knotens – das Wechseln der Seiten hält das Muster gerade.
  • Abwechselnde Kreuzknoten: Knoten werden in versetzten Reihen geknüpft, wodurch ein interessantes, leicht plastisches Muster entsteht.

✨ Tipp:

Stell dir die mittleren Schnüre als feste Achse vor und die äußeren als diejenigen, die darum „tanzen“. Wenn du einen regelmäßigen Rhythmus beibehältst (links-rechts oder rechts-links), werden die Knoten gerade und das gesamte Werk wirkt ausgewogen.

 


3. Halber Schlag (Half Hitch)

Beschreibung:

Der halbe Schlag gehört zu den einfachsten, aber gleichzeitig sehr vielseitigen Knoten im Makramee. Er dient als Grundlage zur Bildung von Linien – du kannst damit gerade, diagonale und leicht spiralförmige Muster erstellen. Obwohl er unscheinbar ist, entstehen gerade aus ihm komplexere und dekorative Strukturen.

So geht’s:

Wähle eine Schnur als Basisschnur (diese bleibt gespannt und gibt die Richtung vor) und eine zweite als Arbeitsschnur. Wickle die Arbeitsschnur um die Basisschnur und ziehe sie durch die entstandene Schlaufe. Ziehe dann sanft fest, sodass der Knoten eng an der Basisschnur anliegt.

✨ Tipp:

Die Richtung, in die du die halben Schläge knüpfst, bestimmt das resultierende Muster – wenn du sie immer in eine Richtung wiederholst, entsteht eine Spirale; beim Wechsel der Richtung entsteht eine gerade oder Zickzack-Linie. Stell dir die Basisschnur als Achse vor und die anderen umwickeln diese allmählich zu einer Form.


4. Kreuzknoten (Clove hitch) oder auch doppelter halber Schlag (Double half hitch - DHH)

Beschreibung: Er ist einer der wichtigsten und am häufigsten verwendeten Knoten im Makramee. Er dient als Grundlage für die Erstellung von Mustern, Linien und der Struktur des gesamten Werkes.

So geht’s:

  1. Du wickelst die Arbeitsschnur um die Tragschnur (1. halber Schlag)
  2. Du wiederholst dies noch einmal in dieselbe Richtung (2. halber Schlag)
  3. Du ziehst fest → es entsteht ein Kreuzknoten

Typen: 

  • Horizontaler Kreuzknoten – horizontale Linien
  • Diagonal Kreuzknoten – schräge Muster (sehr häufig)
  • Vertikaler Kreuzknoten – seltener, aber interessante Strukturen


5. Halbe Schlag-Spirale (Half hitch spiral) 

Beschreibung: Die Halbe Schlag-Spirale ist eine dekorative Technik, bei der du halbe Schläge immer in eine Richtung wiederholst – dadurch beginnen sich die Schnüre natürlich zu drehen und bilden einen schraubenförmigen (spiralartigen) Effekt.

So geht’s: 

  1. Du wählst eine Tragschnur (Führschnur) aus.
  2. Mit der zweiten Schnur knüpfst du halbe Schläge immer in dieselbe Richtung.
  3. Du wechselst die Richtung nicht → die Knoten beginnen sich um die Achse zu drehen.
  4. Nach und nach entsteht eine Spirale.

Typen: 

1. Einfache Spirale (single half hitch spiral)

  • Du knüpfst mit einer Arbeitsschnur um eine Tragschnur.
  • Eine feinere, dünnere Spirale.

2. Doppelte halbe Schlag-Spirale (aus Kreuzknoten)

  • Du verwendest mehrere Schnüre.
  • Die Spirale ist ausgeprägter und fester.


6. Sammelknoten / Wickelknoten (Gathering Knot / Wrapping Knot)

Beschreibung: Wird verwendet, um mehrere Schnüre zusammenzufassen oder ein Projekt abzuschließen.

So geht’s:

  • Lege eine Hilfsschnur an das Bündel und bilde eine Schlaufe nach unten.
  • Mit dem anderen Ende wickle fest um alle Schnüre (über die Schlaufe).
  • Das Ende durch die Schlaufe ziehen.
  • Am oberen Ende ziehen → die Schlaufe versteckt sich innen.

Ergebnis: eine feste, saubere Umwicklung, die das gesamte Bündel zusammenhält. Das Ergebnis ist ein fester, sauberer „Zylinder“. 


7. Dekorative Knoten
 

Beschreibung:

Dekorative Knoten sind wie Ornamente des gesamten Makramee-Werks – sie verleihen ihm Charakter, Feinheit und Originalität. Es geht nicht nur um Festigkeit oder Struktur, sondern um Aussehen und Detail. Jeder dieser Knoten erzeugt einen anderen visuellen Effekt und kann zu einem markanten Element des gesamten Werks werden.

Auf dem Bild sind drei ausgewählte Knoten dargestellt:

  • Fassknoten (Barrel Knot):
    Erzeugt eine kompakte, spiralförmige Form, die an eine kleine Walze erinnert. Eignet sich als Abschluss oder dekoratives Element zwischen Mustern.
  • Josephinenknoten (Josephine Knot):
    Ein zarter, geflochtener Knoten mit einem eleganten, fast ornamentalen Aussehen. Wirkt leicht und komplex zugleich, ideal für zentrale Motive.
  • Kreuzknoten (Cross Knot):
    Ein einfacher, aber markanter Knoten, der einen Kreuz-Effekt erzeugt. Wird oft verwendet, um die Struktur hervorzuheben oder als Verbindungselement.

✨ Tipp:

Dekorative Knoten kommen am besten zur Geltung, wenn man ihnen Raum gibt – kombiniere sie mit einfacheren Mustern, damit sie wirklich hervorstechen und nicht im Ganzen untergehen.




Abschließend ist es gut, sich daran zu erinnern, dass Makramee nicht nur um die Perfektion der Knoten geht, sondern hauptsächlich um die Freude am Schaffen. Die grundlegenden Knoten, die wir heute gezeigt haben, bilden eine solide Basis für alle weiteren Projekte – egal, ob du dich an eine einfache Blumenampel, Wanddekoration oder komplexere Muster wagst.

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